|
Wir sind nun 2399 Seemeilen gesegelt und stehen 238 sm vor Bermudas. Die Koje (das Bett) ist feucht, salzig, muffig und mit allerlei Geruchsstoffen versetzt. Das Klo explodiert jedes dritte Mal (PUTZEN), die Sonne sticht, der Wind ist flau. Alle Klamotten sind salzig, klamm, und geruchsfrei ab 18. Die Pantry klebt, die Freiwache kommt verpennt aus den Kojen, die Hundewache noch in den Gliedern.
Wo war nur das Vergnügen?
Der Mensch ist endlich wieder auf das Wesentliche reduziert. Er freut sich auf den Frühstückskaffee mit Speck und Bratkartoffeln und auf das Mittagsessen, heute Milchreis mit Kirschen. Er freut sich, wenn er nach der Wache müde in die Koje gehen kann, über die Meilen die das Schiff unter Spi macht, über den Mond, der selbst halb hell scheint, über die Venus, die jedesmal wie ein Dampferlicht aussieht, über die Dorade die fast gefangen wurde, der Wal der nebenan bläst, die Konkurrenzmeldung, die sehnsüchtig erwartet wird, den Campari Apfelsaft am Morgen und das Glas Rotwein am Abend. Kurz, man hat wenig aber davon viel.
That makes the difference.
P.S. Urania hat aufgegeben.
zurück |