PvD, unchristliche 4 Uhr Morgens: "Johnson, aufwachen"
Erster Gedanke: mich meint er nicht, er meint Johnson.
Zweiter Gedanke: Er ist keiner an Bord, der Johnson heißt, er meint
doch mich. Mist.
Der Wind hatte mehrfach gedreht und die Schiffsführung hielt eine
dauernde Ankerwache für angebracht. Also: eine Stunde an Deck und in der
Navi sitzen, das GPS ablesen und die Situation beobachten.
Loch Ness, der Tag davor: Arnold Achterstag wird zu Arnold Achterholer,
die Blase geht hoch und der Schotte als solcher erlebt sein blaues
Wunder (Nivea Spi, blau, versteht ihr?). Na ja und dann sind wir mit 10
Knoten über Bodensee-flaches Wasser genagelt. Awesome!
Ihr könnt ja sagen über uns, was ihr wollt, aber eine gewisse Routine
beim Schleusen ist der Mannschaft nicht mehr abzusprechen.
Wichtig dabei:
Klampen nicht belegen, viele Fender und cool bleiben. Auch wenn an allen
Schleusen steht: "Keep clear of cill"
Auf Gaelisch heisst dies: Bitte chillen sie hier nicht.
Verstehen tun wir das nicht, denn chillen ist das beste Rezept für
erfolgreiches Schleusen.
Das englische Wort für Schleuse ist: Lock.
Es drängt sich die Frage auf: heißen zotige Schleusenwärter
"Lockvögel"?
Man weiß es nicht, aber man nimmt es an.
Zu den Tatsachen: Wir sind in Inverness (bemerke die 2 "In", als hiesse
Kiel "Inkiel", oder Hamburg "Inhamburg", völlig verrückt) und morgen
geht es auf die Nordsee.